Torfestival gegen den SV Adler

Es gibt Tage, da klappt einfach alles und es gibt Tage, an denen Einem gar nichts gelingt. Das zweite Saisonspiel der neu formierten ersten Männer kann man dabei ausnahmsweise mal beiden Kategorien zuordnen. Denn so stark und durchschlagkräftig wie sich der Angriff an diesem Samstagnachmittag präsentierte, so löchrig und planlos wirkte die Defensive.

Bereits vor dem Spiel war klar, dass dies ein heißer Ritt werden könnte. Den Saisonauftakt hatte man gründlich verpatzt und mit dem SV Adler begrüßte man einen der Favoriten der Staffel in der Prinzregentenstraße. Um trotz der schwierigen Ausgangslage die Punkte in Wilmersdorf zu behalten sollte also ein Überraschungsmoment her. So wurde von Beginn an eine Offensive Deckung gespielt, die sich hauptsächlich gegen den bis dato besten Torschützen der Gäste richtete. So gelang es dem SV Adler nicht, sein gewohntes Spiel aufzuziehen. Dennoch war es häufig der eigenen „Schlafmützigkeit“ geschuldet, dass die Gäste in Einzelaktionen zu Toren kamen. Dennoch hielten wir gut mit und konnten hauptsächlich unseren Tempovorteil ausnutzen um selbst einfache Tore zu erzielen. So ging es mit stattlichen Ergebnis von 20:21 in die Pause.

Dasselbe Spiel setzte sich auch im zweiten Durchgang fort. Vorne lief der Ball und hinten nur der Gegner. Das Ergebnis bewegte sich dabei immer im Rahmen von einem bis maximal zwei Toren Unterschied. Die große Stunde schien jedoch gekommen, als ein Spieler der Gäste wegen einer doppelten Zeitstrafe das Feld räumen musste bei noch acht zu spielenden Minuten. Die doppelte Zeitstrafe schien jedoch solchen Druck aufzubauen, dass es Adler gelang drei Tore im Folge zu werfen (35:38). Doch eine Manndeckung über das gesamte Feld und gefühlte 30 Sekunden später gelang uns noch einmal der Ausgleich. Dennoch traf danach lediglich Adler nochmal, während wir unsere letzten beiden Angriffe nicht mehr im Tor unterbringen konnten und so steht am Ende eine bittere 38:39- Niederlage. Bitter vor Allem wegen des unerwartet knappen Spielverlaufs. Dennoch ein Spiel auf das man aufbauen kann. Wie konnten zeigen, dass wir auch gegen einen gestandenen Stadtligisten mithalten können und uns vor keinem Gegner zu verstecken brauchen. Wenn wir die nächsten Spiele dann mit vollem Kader angehen können, ist auf jeden Fall mit uns zu rechnen. Dann wäre es jedoch wünschenswert, wenn wir einen Tag erwischen, an dem vorne wie hinten alles klappt.

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