Die ZWEITE vs. Rotation Prenzlauer Berg IV

Am frühen Sonntagmorgen luden die Sportfreunde von Rotation zum Tanz ins Velodrom. Entgegen der Erwartungen konnten dabei beide Teams auf einen großen Kader zurückgreifen. Das Hinspiel hatte man noch etwas zu deutlich verloren, angesichts der inzwischen deutlich besseren Personaldecke sollten die beiden Punkte diesmal jedoch mit nach Wilmersdorf genommen werden.

Es entwickelte sich zunächst, trotz des frühen Anpfiffs, ein munteres Spiel mit schönen Angriffsaktionen auf beiden Seiten. Lediglich am Torabschluss haperte es zunächst noch und da man auch in der Deckung keinen Zugriff bekam, hielt sich der Spielstand in den ersten zwanzig Minuten die Waage bis zum 10:10. Danach stellte der BSV das Deckungspersonal um und konnte immer wieder unvorbereitet Anspiele an den Kreis erzwingen, die in eigene Gegenstöße mündeten und schnell eine 5- Tore- Führung zur Folge hatte (12:17). Dass man dennoch lediglich ein Tor Vorsprung mit in die Pause nahm ist einer ganzen Reihe an weiteren Kontern geschuldet, die in Folge vergeben wurden. Dennoch hatte man zu diesem Zeitpunkt Oberwasser und die Gewissheit, dass der Sieg heute möglich sei.

Doch schienen die früh am Sonntag ertüchtigten Körper die Pause dankbar angenommen zu haben und sich in den gewohnt morgendlichen Ruhemodus zurückgestellt haben, denn der Start in den zweiten Durchgang wurde komplett verschlafen. Abstimmungsfehler in der Deckung und mangelnde Spielfreunde im Angriff gaben den Gastgebern das nötige Futter, um ihrerseits die Führung zu übernehmen. Hinzu kamen schier endlose Angriffe der Hausherren, die teilweise mehr als zwei Minuten ihre Angriffe spielten, ehe sie sich überhaupt mal torgefährlich machten. Sportsfreund Claves an der Pfeife schien um diese Pause (auch für ihn war es ja Sonntagmorgen) mehr als froh und ruhte sich gemütlich an der Mittellinie aus. So musste man beim 24:20 den größten Rückstand an diesem Tage schlucken, konnte dank einiger erneuter Umstellungen jedoch schnell wieder aufschließen. Fortan rannte man jedoch immer einem leichten Rückstand hinterher und konnte erst in der 58. Minute wieder in Führung gehen. Nach einem erneuten Ausgleich schloss man allerdings viel zu früh ab und fand sich in den letzten 60 Sekunden in der Abwehr wieder. Was den ganzen Tag gut funktionierte ging jetzt natürlich schief und irgendwie landete der Ball am Kreis, was einen Siebenmeter gegen den BSV zur Folge hatte. Erste Verwirrung gab es dann beim Torwartwechsel um das Anhalten der Zeit, die Hallenuhr wurde jedoch mit 13 verbleibenden Sekunden gestoppt. Nach dem der Strafwurf sicher verwandelt wurde, startete das Kampfgericht die Zeit jedoch nicht wieder, was erst beim Freiwurfpfiff für den BSV auffiel. Der sichtlich verwirrte Schiedsrichter hatte gar noch 21 Sekunden zu spielen, was die Aktion zusätzlich unklarer werden ließ. Schließlich wurde diese Zeit noch ausgespielt und in letzter Sekunde gelang sogar noch der Ausgleichstreffer. Den Unmut über den Schiedsrichter hatten nun die Gastgeber, während wir den schon verloren geglaubten Punkt bejubelten. Unter dem Strich geht dieses Unentschieden sicherlich für beide Teams in Ordnung.

Erfreulich war, dass auch diesmal alle aktiven Feldspieler Tore erzielen konnten. Nun erwartet der BSV am kommenden Wochenende Z88 II. Mit einem Sieg könnte weiter zum Tabellenmittelfeld aufgeschlossen werden. Wer uns dabei unterstützen möchte, ist herzlich eingeladen, am Samstag um 16 Uhr in die Prinzregentenstraße zu kommen.

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