Vorweihnachtsstress
10.12. bis 17.12., der Endspurt vor Weihnachten hatte es nochmal in sich für weiblich B und C mit ganzen fünf (!!!) Spielen. Zunächst Samstag der 10.12., erster Gegner im Heimspiel der C-Jugend die SG AC/Eintracht Berlin. Als tabellarisches Schlusslicht kamen die Gäste auch noch ohne feste Torhüterin, was die Ausgangslage recht klar erschienen ließ. So verlief dann auch die erste Hälfte. Die SG bemühte sich, konnte unsere Abwehr aber selten richtig unter Druck setzen, auf der Gegenseite wurde wiederum immer wieder erfolgreich eingenetzt. Über 4:0 und 8:1 endete die erste Hälfte 17:5. Als Endergebnis ist ein 31:10 festzuhalten. Zwar konnten wir gut die Spielzeiten auf unsere 9 Schultern verteilen, spielerisch überzeugend war das aber nur selten. Die Aufmerksamkeit ging einfach zu oft flöten, vielleicht waren die Gedanken aber auch schon beim Spiel im Anschluss, verständlich.
Mit Pfeffersport sollte ein alter Bekannter zur B-Jugend Partie zu uns
in die Halle finden. Nach erfolgreicher Anfangsphase und 5:2 Führung fiel der 5:5 Ausgleich. Beide Teams fielen nicht gerade mit einem Offensivspektakel auf, 9:7 Pausenführung. Die ersten Minuten der zweiten Hälfte gehörten wieder den Gästen, die abermals ausglichen. Wir konnten jedoch antworten und mit bis zu vier Toren in Front gehen. Anstatt den Vorsprung zu verwalten luden wir die Pfeffersport-Damen leider wieder zum Mitspielen ein, was abermals im Ausgleich mündete. Die letzten Minuten warfen wir uns jeweils ein Tor nach vorne und kassierten im Gegenzug den Ausgleich. Bei 18:17 Führung und dem vereitelten Angriff der Gäste rund 50 Sekunden vor Schluss sah eigentlich alles nach Sieg aus, zumal auch noch die grüne Karte übrig war. Die hätte ich 20 Sekunden vor Abpfiff wohl auch legen sollen, allerdings wurde in dem Moment unsere Außen mustergültig freigespielt. Die Torhüterin überwand sie mit ihrem Wurf, allerdings waren ihre Finger doch irgendwie dran und der Ball knallte an die Latte, Abpraller bei Pfeffersport, worst case! Der Gegenstoß konnte gerade noch unterbunden werden, auf Kosten einer 2 min Strafe. Die letzten Sekunden blieben wir trotzdem schadlos, allerdings gab es noch einen direkten Freiwurf. Dieser prallte auch gefährlich vom Block ab, konnte von Jessi aber sicher entschärft werden. 18:17 Endstand, sowas nennt man Arbeitssieg!
Montag, das wohl für alle wichtigste Spiel, Pokal-Viertelfinale C-Jugend gegen Rudow bei uns in der Trainingshalle. Das Ligaspiel ging ja unglücklich mit einem Tor verloren, das wollten wir nun besser machen. Wurde nix draus, um es vorweg zu nehmen. Die erste Halbzeit verlief sehr ausgeglichen, mal waren die Gäste mit zwei Toren vorne, mal wir, ansonsten immer rund ums Unentschieden. Defensiv ließen wir uns leider immer wieder alleine und hatten Probleme das 1:1 zu verteidigen, es muss einfach wieder mehr geschoben und früher angepackt werden. Vorne wiederum wurde immer wieder sehr gehemmt agiert, quasi wie auf Schienen, wodurch beste Möglichkeiten oft übersehen und nicht genutzt wurden. Da machte sich wohl langsam die hohe Belastung der Mädels bemerkbar. Diese Gelegenheiten fehlten damit natürlich auf der Anzeigetafel. Ca. 14 Sekunden vor der Pause gab es nochmal einen Ballgewinn, die Vorgabe in der eigenen Auszeit wurde auch perfekt umgesetzt, womit wir knapp mit 15:14 die Führung übernahmen. Zu wenig in Anbetracht der genannten Chancen. Im ersten Drittel der folgenden Halbzeit hatten wir Rudow eigentlich voll im Griff, wollten aber einfach kein Kapital daraus schlagen. Hinten im letzten Moment doch noch durch einen Fehler das Gegentor zugelassen, vorne diverse Pfosten und Latte Treffer, oder gleich ganz neben das Tor gezimmert. So blieben die Gäste immer auf zwei Tore dran kamen wieder auf. Die gewohnte Schwächephase sorgte dann kurz vor Schluss für den Genickbruch. 23:28 klingt am Ende deutlicher als es war, drei Tore fielen noch als der Drops schon gelutscht war. Der aufmerksame Leser hat ja sicherlich schon festgestellt, dass wir uns diese Niederlage voll und ganz selbst zuzuschreiben haben. Die Masse an vergebenen Chancen und Defizite in der Abwehr sind auf dem Niveau kaum auszugleichen, da ist auch die schmale Auswechselbank keine Entschuldigung. Verwerten wir unsere Möglichkeiten, dann liegen wir Mitte des zweiten Durchgangs mit rund acht Toren vorne und das Ding wäre gegessen. So aber hat man das Nachsehen.
Warum zum insgesamt sechsten Mal mindestens einer der beiden Schiedsrichter unser Heimspiel leitete (bis dahin hatten wir nur 10), muss ich nicht verstehen. Genauso wenig einige Entscheidungen, wie unterschiedliche Auslegungen der Schritte-Regel. 40 Minuten waren zwar ganz ordentlich, am Ende aber blieb irgendwie jeder Pfiff für uns aus, was dem Nervenkostüm der Mädels auch nicht zuträglich war, kennen sie die beiden Jungs ja auch allzugut...
Noch sichtlich niedergeschlagen gab es am Freitag die Gelegenheit zur Rehabilitation. In der C-Jugend den Einzug ins Pokal-Halbfinale vergeigt, dann halt mit der B-Jugend rein. Wieder ein Heimspiel, Pro Sport zu Gast. Die Anfangsphase war auch gleich sehr vielversprechend, 5:1 und 10:3 waren die logische Folge. Was dann passierte ist mal wieder nicht zu erklären. Normalerweise wäre auch eine Auszeit nötig gewesen, um den Lauf von Pro Sport zu unterbrechen. Stattdessen schauten wir mal, ob die Mädels die Kurve auch noch selbst kriegen. Der Vorsprung jedenfalls war ziemlich dahin, 13:9 Halbzeitstand. In den anschließenden 25 Minuten wurde die Führung gleich wieder etwas ausgebaut, ansonsten plätscherte das Spiel nur so vor sich hin, wahrlich kein Leckerbissen. Ist letztlich aber auch egal, 21:16 Sieg und nur noch eine Partie vom Finale entfernt. Schön wäre nur, wenn die angesprochenen Defizite, vor allem in der Abwehr, abgeschaltet werden können in Zukunft.
Samstag, 17.12., der letzte Akt dieser Höllenwoche. Irgendwie noch das letzte Spiel des Jahres daheim gegen Tegel überstehen und die Punkte Zuhause behalten. Durchgang Eins gewohnt ausgeglichen zwischen beiden Teams, niemals mehr als ein Tor Differenz, bis wir kurz vorm Abpfiff etwas Luft zwischen uns bringen konnten mit drei Treffern. 10:8 aber dann der Halbzeitstand. In der Folge lief es ähnlich ausgeglichen weiter, wir konnten unsere Führung halten, aber nicht weiter ausbauen. Erst kurz vor Schluss gelang das Kunststück, weshalb wir die letzten rund drei Minuten auch etwas schludriger gestalten konnten, ohne noch bestraft zu werden. Viel länger hätte das Spiel aber nicht mehr laufen dürfen. Mit 19:16 also der Heimsieg. Alle sichtlich froh über den Erfolg und erleichtert, jetzt ein bisschen Pause zu haben. Bis auf zwei der Damen, die waren am nächsten Tag auch nochmal mit dem Kader beim Füchse-Weihnachtsturnier aktiv... Da gab es übrigens einen guten zweiten Platz für den HVB, ohne die x Füchse Spielerinnen, die sie sogar um zwei Plätze hinter sich lassen konnten, nicht zuletzt wegen nochmal bärenstarker Leistungen unserer beiden Duracellhäschen. Was ne Woche...